
Datum: 07.09.2010 Uhrzeit: 23.37 Uhr Löschbezirk(e) : Merzig Fahrzeuge: HLF 20/20, ELW 2, RW 2, Kdow (WF) Einsatzart: Hilfeleistung Einsatzort: Merzig, Im Kries Einsatzende: ...

Am Freitag den 25.06. führten die Löschbezirke Menningen Bietzen und Harlingen eine Brandschutzerziehung im Kindergarten durch. Frank Schönwetter und Erick Horf zeigten den Kindern den unterschied zwischen gutem (Kerze, Ofen oder Holzgrill) und bösem (Brand eines vergessenes Handtuch auf dem Herd, Brand eines Hauses usw.)Feuer.
Den Kinder wurde beigebracht wie man eine Kerze richtig anzünden soll und wie man sich bei einem Brand richtig verhält. Die Kinder durften miterleben wie sich eine Person zur Feuerwehrperson verwandelt, hir zog Erick seine Arbeitskleidung mit Atemschutzmaske an. Nach dem Unterricht wurde eine Räumung des Kindergartens vorgenommen das auch in kurzer Zeit gelang.
Hier wurde von dem Kindergartenpersonal die Vollzähligkeit festgestellt. Da der Kindergarten noch über keine Sirene verfügte überreichten die Löschbezirke der Leiterin des Kindergartens Hella Gleser eine Handsirene mit Halterung, die Halterung wurde in Eigenleistung von R. Kremer hergestellt und wurde auch gleich an einem geeigneten Platz befestigt
Bereits seit vielen Jahren finden in den Kindertageseinrichtungen und den Grundschulen der Kreisstadt Merzig Übungen und Schulungen der Freiwilligen Feuerwehr statt. Bisher führte jeder Löschbezirk die Brandschutzerziehung nach eigenen Vorstellungen durch, ein gemeinsames, an den besonderen Bedürfnissen von Vorschul- und Grundschulkindern orientiertes Konzept fehlte.
Nicht zuletzt durch den Brand im Kindergarten Merchingen entstand die Idee, ein gemeinsames Konzept für alle Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in der Stadt Merzig zu erarbeiten. Unter der Federführung des stellvertretenden Löschbezirksführer des Löschbezirks Merzig, Michael Bautz, entwickelte eine Arbeitsgruppe aus engagierten Feuerwehrfrauen und –männern aus mehreren Löschbezirken in rund einjähriger Arbeit ein solch kindgerechtes Brandschutzkonzept für die Kindertageseinrichtungen und Grundschulen der Kreisstadt Merzig, das im Rahmen eines Pressetermins im Kindergarten St. Peter Merzig der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
„Die am Projekt beteiligten Feuerwehrleute haben mit dem von ihnen vorgelegten Konzept nicht nur sehr viel Fachkompetenz, sondern auch Einfühlungsvermögen in die pädagogischen Erfordernisse bewiesen, die es bei der Vermittlung des Themas gerade an sehr kleine Kinder zu beachten gilt“ lobte Oberbürgermeister Dr. Alfons Lauer die geleistete Arbeit in seiner Funktion als Chef der Merziger Feuerwehr und Trägervertreter der städtischen Kindertagesstätten. Es sei wichtig, dass der richtige Umgang mit dem Feuer so früh wie möglich erlernt werde. Ziel ist es einerseits die positiven Eigenschaften des Feuers wie die Wärme im Winter oder die Helligkeit darzustellen, andererseits aber auch auf die Gefahren des Feuers hinzuweisen, diese erkennen und richtig einschätzten zu können. Die Kinder sollen auch lernen, wie sie sich im Brandfall verhalten müssen, um sich selbst und auch andere zu schützen.
Um den Kindern dies alles verständlich näher zu bringen, wurde ein „Koffer zur Brandschutzerziehung“ zusammen gestellt, den die Feuerwehrleute zur Brandschutzerziehung in die Kindergärten mitbringen. Dieser enthält z. B. verschiedene Kerzen und brennbare Materialien, um die Wirkung des Feuers und den sicheren Umgang mit ihm vermitteln zu können. Auch ein Telefon gehört dazu, damit das richtige Absetzen eines Notrufes geübt werden kann. Wichtig ist es auch, den Kindern die Angst vor den Feuerwehrleuten zu nehmen, die im Brandfall mit schwerem Atemschutz und Schutzkleidung im Gebäude unterwegs sind, um Kinder zu bergen und den Brand zu bekämpfen. Deshalb wird die „Verwandlung“ vom vertrauten Menschen in den Feuerwehrmann mit Maske, Helm und Atemgerät schrittweise demonstriert. Auch der Besuch im Feuerwehrgerätehaus und die Vorführung der Fahrzeuge und Löscheinrichtungen kann für die interessierten Kindergärten und Grundschulen organisiert werden.
Nicht nur die Vorschul- und Grundschulkinder stehen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit der Brandschutzerzieher. Auch die Erzieherinnen in den Einrichtungen werden im richtigen Umgang mit Feuer und Brandschutzeinrichtungen geschult. So wird beispielsweise die Handhabung eines Feuerlöschers praktisch geübt. Auch das sichere Evakuieren bei einem Brandalarm, das Aufsuchen der zuvor festgelegten Sammelpunkte und weitere wichtige Brandschutzmaßnahmen werden den Mitarbeiterinnen vermittelt. Diese Schulungen sollen auch nicht einmalig stattfinden, sondern in den Einrichtungen zukünftig jährlich wiederholt werden. Die Schulungstermine werden von der Arbeitsgruppe Brandschutzerziehung für die einzelnen Einrichtungen koordiniert. Der Kontakt erfolgt entweder über den örtlichen Löschbezirk oder über die Internetseite der Feuerwehr www.feuerwehr-merzig.de bzw. die e-mail-Adresse BrandschutzerziehungatFeuerwehr-Merzig.de.
Das Brandschutzerziehungskonzept wird in den nächsten Wochen und Monaten zunächst in den neun städtischen und sechs kirchlichen Kindertagesstätten einführt und umgesetzt. Parallel dazu werden die Träger der übrigen Kindertageseinrichtungen durch die Feuerwehr über das neue Brandschutzkonzept informiert und die Durchführung von entsprechenden Schulungsveranstaltungen angeboten. „Dieses neue Brandschutzkonzept bedeutet ein gutes Stück mehr an Sicherheit in einem sensiblen Bereich, in dem im Brandfall schnell und sicher gehandelt werden muss“ betonte Dr. Lauer den Wert und die große Bedeutung der von den Feuerwehrleuten geleisteten Arbeit.